Preise - Seniorenheim

Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Darstellung unserer Entgeltvereinbarungen mit den zuständigen Behörden und der Pflegekasse (gültig ab 01.07.2018).

In unserem Seniorenheim bieten wir Langzeit- sowie Kurzzeitpflege bzw. Verhinderungspflege an.

Die Preise richten sich bei der Langzeitpflege nach dem Pflegegrad des Bewohners. Es gibt fünf Pflegegrade. Welcher Grad in Ihrem Fall zutrifft, finden Sie in den unten stehenden Erläuterungen.

Bei der Kurzzeitpflege gilt ein einheitlicher Pflegesatz, unabhängig vom Pflegegrad.
 

Pflegesätze für Langzeitpflege

Pflegegrad 1

Kosten für Pflege* 39,67 €
Umlage Auszubildende 3,69 €
Unterkunft 19,69 €
Verpflegung 15,16 €
Investitionskosten** 16,45 €
Gesamtkosten pro Tag 94,66 €

Pflegegrad 2

Kosten für Pflege* 50,36 €
Umlage Auszubildende 3,69 €
Unterkunft 19,69 €
Verpflegung 15,16 €
Investitionskosten** 16,45 €
Gesamtkosten pro Tag 105,35 €

Pflegegrad 3

Kosten für Pflege* 66,53 €
Umlage Auszubildende 3,69 €
Unterkunft 19,69 €
Verpflegung 15,16 €
Investitionskosten** 16,45 €
Gesamtkosten pro Tag 121,52 €

Pflegegrad 4

Kosten für Pflege* 83,40 €
Umlage Auszubildende 3,69 €
Unterkunft 19,69 €
Verpflegung 15,16 €
Investitionskosten** 16,45 €
Gesamtkosten pro Tag 138,39 €

Pflegegrad 5

Kosten für Pflege* 90,96 €
Umlage Auszubildende 3,69 €
Unterkunft 19,69 €
Verpflegung 15,16 €
Investitionskosten** 16,45 €
Gesamtkosten pro Tag 145,95 €

Hinweise

* Der einrichtungseinheitliche monatliche Eigenanteil für die Pflegegrade 2 bis 5 beträgt 761,88 €. (nachrichtlich: rechnerisch je Berechnungstag 25,05 €, bereits in den Pflegesätzen enthalten)

** Dieses sind die Kosten für ein Doppelzimmer, der Einzelzimmerzuschlag beträgt 1,12 € täglich.

Berechnungsbeispiel/ Eigenanteil (monatlich)

Pflegegrad 1

Kosten für Pflege 1206,76 €
Leistung Pflegekasse 125,00 €
Eigenanteil für Pflege 1081,76 €
Umlage Auszubildende 112,25 €
Kosten für Unterkunft 598,97 €
Kosten für Verpflegung 461,17 €
Investitionskosten 500,41 €
Eigenanteil Gesamt 2754,56 €

Pflegegrad 2

Kosten für Pflege 1531,88 €
Leistung Pflegekasse 770,00 €
Eigenanteil für Pflege 761,88 €
Umlage Auszubildende 112,25 €
Kosten für Unterkunft 598,97 €
Kosten für Verpflegung 461,17 €
Investitionskosten 500,41 €
Eigenanteil Gesamt 2434,68 €

Pflegegrad 3

Kosten für Pflege 2023,88 €
Leistung Pflegekasse 1.262,00 €
Eigenanteil für Pflege 761,88 €
Umlage Auszubildende 112,25 €
Kosten für Unterkunft 598,97 €
Kosten für Verpflegung 461,17 €
Investitionskosten 500,41 €
Eigenanteil Gesamt 2434,68 €

Pflegegrad 4

Kosten für Pflege 2536,88 €
Leistung Pflegekasse 1.775,00 €
Eigenanteil für Pflege 761,88 €
Umlage Auszubildende 112,25 €
Kosten für Unterkunft 598,97 €
Kosten für Verpflegung 461,17 €
Investitionskosten 500,41 €
Eigenanteil Gesamt 2434,68 €

Pflegegrad 5

Kosten für Pflege 2766,88 €
Leistung Pflegekasse 2.005,00 €
Eigenanteil für Pflege 761,88 €
Umlage Auszubildende 112,25 €
Kosten für Unterkunft 598,97 €
Kosten für Verpflegung 461,17 €
Investitionskosten 500,41 €
Eigenanteil Gesamt 2434,68 €

Pflegesätze für Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege

Pflegegrad 1-5

Kosten für Pflege* 105,17 €
Unterkunft 22,52 €
Verpflegung 17,34 €
Investitionskosten 17,57 €
Gesamtkosten/Tag 162,60 €

Hinweis

* incl. Umlage Auszubildene 3,69 € täglich

Finanzierung

Kostenübernahme durch die Pflegekasse und Pflegewohngeldstelle bei einer Kurzzeit- bzw. Verhinderungspflege:

Voraussetzung für die anteilige Kostenübernahme durch die zuständige Pflegekasse bzw. Pflegewohngeldstelle ist die Einstufung in einen Pflegegrad (2-5). Liegt diese Voraussetzung vor, übernimmt die Pflegekasse pflegebedingte Kosten bis zu 28 Tagen pro Jahr, jedoch höchstens 1.612 €. Auch die zuständige Pflegewohngeldstelle übernimmt dann die pauschale Zahlung der Investitionskosten für ein Einzelzimmer. Im Gegensatz zur Langzeitpflege erfolgt hierbei keine Überprüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse.

Liegt mindestens ein halbes Jahr Pflegebedürftigkeit vor, kann bei Vorliegen der Pflegegrade 2-5  auf Antrag nochmals für 28 Tage jedoch höchstens für 1.612 € eine Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden (gleiche Kostenübernahme wie bei der Kurzzeitpflege). Maximaler Anspruch im Kalenderjahr sind dementsprechend 8 Wochen Kurzzeitpflege (bei Umwandung von Verhinderungspflege), höchstens jedoch 3.224 €. Der für die Kurzzeitpflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Verhinderungspflege angerechnet. Außerdem wird während der Kurzzeitpflege das Pflegegeld zur Hälfte weitergewährt.

Berechnungsbeispiel

Pflegegrad 1

Beispiel Tage 15
Kosten für Pflege 1577,55 €
Anteil Pflegekasse 0,00 €

Eigenanteile
 
Kosten für Pflege 1577,55 €
Unterkunft 337,80 €
Verpflegung 260,10 €
Investitionskosten 263,55 €
Gesamtkosten 2439,00 €

Pflegegrad 2 - 5

Beispiel Tage 15
Kosten für Pflege 1577,55 €
Anteil Pflegekasse 1577,55 €

Eigenanteile
 
Kosten für Pflege 0,00 €
Unterkunft 337,80 €
Verpflegung 260,10 €
Investitionskosten 0,00 €
Gesamtkosten 597,90 €

Pflegegrad 2 - 5

Beispiel Tage 16
Kosten für Pflege 1682,72 €
Anteil Pflegekasse 1612,00 €

Eigenanteile
 
Kosten für Pflege 70,72 €
Unterkunft 360,32 €
Verpflegung 277,40 €
Investitionskosten 0,00 €
Gesamtkosten 708,48 €

Pflegegrad 2 - 5

Beispiel Tage 17
Kosten für Pflege 1787,89 €
Anteil Pflegekasse 1612,00 €

Eigenanteile
 
Kosten für Pflege 175,89 €
Unterkunft 382,84 €
Verpflegung 294,78 €
Investitionskosten 0,00 €
Gesamtkosten 853,51 €

Pflegegrad 2 - 5

Beispiel Tage 28
Kosten für Pflege 2944,76 €
Anteil Pflegekasse 1612,00 €

Eigenanteile
 
Kosten für Pflege 1332,76 €
Unterkunft 630,56 €
Verpflegung 485,52 €
Investitionskosten 0,00 €
Gesamtkosten 2448,84 €

Erläuternde Informationen

Einzelzimmerzuschlag

Für ein Einzelzimmer berechnen wir zusätzlich zu den Investitionskosten 
zurzeit 1,12 € pro Tag.


Heimbedürftigkeit

Eine wesentliche Voraussetzung für die Übernahme von Heimkosten durch das Sozialamt ist die tatsächliche Heimbedürftigkeit, wenn kein Pflegegrad bzw. Pflegegrad 1 - 2 vorliegt. Die Notwendigkeit einer Heimunterbringung (Heimbedürftigkeit) wird von der Pflegekasse (durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK)) oder dem zuständigen Sozialamt (durch einen Amtsarzt) festgestellt.


Pflegegrade

Ab 2017 wird nach einem Punktesystem bewertet. Es geht um den Grad der Selbstständigkeit unserer Bewohner.

Pflegegrad 1 "geringe Beeinträchtigung der Selbstständigkeit" (körperlich und geistig  noch recht beweglich, geringfügig hilfsbedürftig)
Pflegegrad 2 "erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit"
Pflegegrad 3 "schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit"
Pflegegrad 4 "schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit"
Pflegegrad 5 "schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen"

Leistungen der Pflegekasse

Pflegegrad 1 125,00 €
Pflegegrad 2 770,00 €
Pflegegrad 3 1.262,00 €
Pflegegrad 4 1.775,00 €
Pflegegrad 5 2.005,00 €

Beihilfeberechtigte erhalten erfahrungsgemäß nur den halben Anteil von der Pflegekasse. Personen, die nicht mindestens den Pflegegrad 1 zuerkannt bekommen, erhalten keine Leistung der Pflegekasse.


Die Kindererziehungsleistungen betragen seit dem 01.07.2008 pro Kind 26,56 €. Die Kindererziehungsleistungen sind bezogen auf den Einkommenseinsatz für Hilfeempfänger, die vor dem 31.12.1920 geboren sind, anrechnungsfrei. Sie verbleiben dem Hilfeempfänger. Bei später Geborenen wird der Betrag zur Kostendeckung der Heimpflegekosten verwandt.

Pflegewohngeld

Pflegewohngeld wird vollstationären Dauerpflegeeinrichtungen zur Finanzierung ihrer betriebsnotwendigen Investitionskosten gewährt. Es führt zu einer unmittelbaren Entlastung des Bewohners, da dieser die betriebsnotwendigen Investitionskosten eventuell nicht mehr selbst zu tragen hat, bzw. nicht mehr in voller Höhe (einkommens- und vermögensabhängig).

Bewohnern (Sozialhilfeempfänger und evtl. auch Selbstzahler), die einem Pflegegrad (2-5) zugeordnet worden sind, wird vom zuständigen Sozialhilfeträger im Regelfall Pflegewohngeld gewährt. Hierbei handelt es sich nicht um Sozialhilfe, sondern um eine Leistung nach dem Landespflegegesetz NRW zur Finanzierung der Investitionskosten. Beihilfeberechtigte (Beamte) haben nur in Ausnahmefällen Anspruch auf Pflegewohngeld.

Der Höchstsatz beträgt z. Zt. bei Einzelzimmer mtl. 534,48 €, bei Doppelzimmer mtl. 500,41 €. Den Antrag auf Pflegewohngeld stellt das Pflegeheim, wenn der Bewohner das Seniorenheim dazu ermächtigt. In Höhe des Pflegewohngeldes verringern sich die Kosten für den Bewohner. Die Pflegewohngeldgewährung erfolgt vermögens- und einkommensabhängig. Die Schongrenze für Vermögen beträgt zurzeit 10.000 €.

Reicht das Einkommen zur Bestreitung der Kosten aus, wird kein Pflegewohngeld gewährt,  bzw. es wird nur ein Teilbetrag gezahlt. Nähere Informationen sind beim zuständigen Kreissozialamt mit Sitz in Brilon zu erfragen. Tel.: 02961 94-0

Pflegewohngeldregelung bei der Kurzzeitpflege

Für die Zahlung bei Kurzzeitpflege ist Voraussetzung Pflegegrad 2 bis 5. Die pauschale Zahlung des Pflegewohngeldes erfolgt durch die zuständige Pflegewohngeldstelle für den von der Pflegekasse genehmigten Zeitraum. Bei der Pauschalierung erfolgt keine Überprüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse.


Fehlbetrag

Verbleibt nach Abzug von Eigenmitteln, Anteil Pflegekasse und Pflegewohngeld ein Fehlbetrag, können Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB) XII beim örtlichen Sozialamt beantragt werden. Bei Vorliegen der Voraussetzungen übernimmt das Sozialamt die Restkosten zzgl. 112,32 € zur persönlichen Verfügung.

Da Sozialhilfe grundsätzlich nicht für die Vergangenheit erbracht werden kann, ist es dringend erforderlich, sich zur Vermeidung von finanziellen Nachteilen spätestens am Tage der Heimaufnahme mit dem zuständigen Kreissozialamt mit Sitz in Brilon in Verbindung zu setzen. Tel.: 02961 94-0.


Barbetrag "Taschengeld"

Neben den Kosten der Heimunterbringung steht dem Bewohner monatlich ein Barbetrag zu. Dieses "Taschengeld" ist für die persönlichen Bedürfnisse des Bewohners bestimmt (z. B. Schönheitsfußpflege, Friseurbesuche, Telefongebühren, Reinigung nicht waschmaschinen- geeigneter Kleidungsstücke, Kosmetikartikel, Genussmittel, Wäscheausbesserungskosten, Bekleidung*, evtl. Rezeptgebühren etc.) und wird vom zuständigen Kreissozialamt an den Bewohner gezahlt.

Der Barbetrag beträgt ab 01.01.2017 112,32 €. Auf Wunsch verwalten wir diesen Betrag kostenlos auf einem internen Konto, von dem auch Überweisungen vorgenommen werden können. Barauszahlungen können jederzeit zu den Verwaltungsöffnungszeiten erfolgen. Vierteljährlich erhält jeder Bewohner einen Ausdruck seines Bargeldkontostandes (kann aber auch sonst zu jeder Zeit erfragt oder ausdruckt werden).

* = Bei Bedarf kann der Bewohner, bzw. der Betreuer eine Bekleidungsbeihilfe für Sozialhilfeempfänger beantragen. Störmanns Hof muss dazu die Notwendigkeit bestätigen. Sie wird in Einzelfällen individuell gewährt.

Finanzielle Hilfe

aus anderen öffentlichen Kassen (bei Fehlbetrag): Es können beim örtlichen Sozialamt  Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB XII) beantragt werden. Bei Vorliegen der Voraussetz- ungen übernimmt das Sozialamt die Restkosten zzgl. monatlich 112,32 Euro zur persönlichen Verfügung.

Pflegewohngeld

(einkommens- und vermögens- abhängig. Beim Vermögen gilt z. Zt. die  Schongrenze von 10.000 €. Beihilfeberechtigte haben nur in Ausnahmefällen Anspruch auf Pflegewohngeld und erhalten nur den halben Anteil von der Pflegekasse (Höchstsatz derzeit bei Einzelzimmern mtl. 534,48 €, bei Doppelzimmern mtl. 500,41 €. Der Überschuss nach Gewährung von Pflegewohngeld darf max. ca. 112,32 € betragen (Betrag zur persönlichen  Verfügung).